Nutzungshinweis: Aufgrund der bundesdeutschen Rechtssprechung, welche Artikel 19 der Menschenrechtskonventionen mißachtet, wird allen Bürgern der Bundesrepublik Deutschland der Besuch dieser Seiten und aller Unterseiten strikt untersagt. Wer in der BR Deutschland wohnhaft ist, und diese Seiten und deren Unterseiten dennoch besucht, verstößt gegen das hiermit verhangene virtuelle Hausverbot gemäß Revision gegen das Urteil vom LG Bonn – Az.: 10 O 457/99 vom 16.11.1999 durch das OLG Köln – Az.: 19U2/00 vom 25.8.2000, bestätigt durch das Landgericht München – Az. 30 O 11973/05 vom 25. Oktober 2006. Dieses digitale Hausverbot hat die Gültigkeit eines reellen Hausverbots.

 

Neuer Trend in den USA – Knockout King

23. Juni 2011 in Archiv

Seit einigen Jahren gibt es unter jugendlichen Negern in den USA einen neuen Trend, der sich schnell ausbreitet. Dieser Trend nennt sich “Knockout King” und ist ein Spiel, das für die Opfer oft im Krankenhaus enden kann. Bei diesem “Spiel” sucht sich eine Gruppe ein Opfer aus und derjenige, der das Opfer zuerst bewußtlos schlägt, erhält den Titel des Knockout King. Oft wird das Opfer einfach von hinten angegriffen und gnadenlos zugeschlagen. Das geschieht durch eine Einzelperson, die allerdings sofort vom Rest der Gruppe Unterstützung erhält, wenn das Opfer nicht direkt zu Boden geht.

Freilich suchen sich die Negergruppen nicht etwa wirkliche Gegner aus, sondern vielfach alte und gebrechliche Menschen, wie etwa den 72-jährigen Hoang Nguyen und seine 59-jährige Frau, die auf dem Heimweg vom Supermarkt überfallen und zusammengeschlagen wurden. Nguyen zahlte mit seinem Leben dafür, daß er sich schützend vor seine Frau stellte. Das geschah in St. Louis, wo fast ausschließlich Neger diese Überfälle begehen und 80% der Opfer weiße Menschen sind, während Neger so gut wie nie zu den Opfern gehören. Wie uns der Kriminologe Norman White erklärt, hat das aber trotzdem nichts mit Rassismus zu tun, sondern mit sozialer Ungerichtigkeit. Daß auch Weiße und Asiaten in Armut leben und sich nicht dergestalt verhalten interessiert die Vertreter des Multi-Kult natürlich nicht. Es kann halt nicht, was nicht sein darf und das gilt in den USA genauso wie in der BRD.

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Pereat Money!

22. Juni 2011 in Archiv

Michael Winkler

Fiat Money kennen Sie, das “Es werde Geld!”, das uns die Banken so intensiv vorexerzieren. Neben dem Fiat! existiert das Pereat!, das “Vergehe, verschwinde, sterbe!”, das Ende des Geschaffenen. Werden und Vergehen sind alltägliche Dinge, aus einer unscheinbaren Zwiebel wächst ein grüner Kein, der zum kraftvollen Stengel wird, umgeben von Blättern und gekrönt von einer Blume. Doch die Blume verblüht, die Blätter welken, der Stengel verschrumpelt. Bei den Pflanzen dauert das ein paar Wochen, bei einem Menschen einige Jahrzehnte, doch das Ende ist unausweichlich. Gebirge sind nur scheinbar unvergänglich, im Lauf der Jahrmillionen türmen sie sich auf und werden wieder abgetragen.

Fiat!

Und in all dieser Vergänglichkeit soll ausgerechnet das Flüchtigste von allem, ein paar Impulse im Computer, auf ewig bestehen? Was wir Geld nennen, sind ein paar Zahlen in der Buchhaltung, Bits und Bytes. Wir messen diesen Zahlen eine enorme Bedeutung bei und tun alles, um sie zu erhalten. Dabei sind diese Zahlen etwas, das wir in der Physik als “Paarbildung” bezeichnen. Dazu nehmen wir ein schönes Nichts und lassen es sich langweilen. Schließlich wird dieses Nichts aus lauter Langeweile ein Elektron und ein Positron hervorbringen. In der Summe ist es ein Nichts geblieben, was sich leicht beweisen läßt, indem man Positron und Elektron wieder vereinigt – dadurch verschwinden sie. Wenn Sie schon immer mal wissen wollten, wie man ein Schwarzes Loch zerstört, dann gehen Sie einfach dem Begriff “Quantenfluktuationen” nach.

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Unregierbar: Immer an die Wähler denken?

19. Juni 2011 in Archiv

Rechte und Konservative denken ständig daran was denn \”die Wähler\” von diesem und jenem halten könnten. Und was hat es ihnen gebracht, das ganze erklären, entschuldigen, distanzieren? Weder positive Berichte in den Systemmedien noch Koalitionsangebote des Parteienkartells. Und auch keine Wählerstimmen! Also noch mehr, noch \”glaubwürdiger\” distanzieren? Wer so denkt dem ist nicht mehr zu helfen.

Nur mal ein paar Fakten zu den \”Wählern\”. Hitler wurde nicht vom Volk gestürzt. Je schlechter die Kriegslage wurde, desto mehr wurde zwar geschimpft, aber bis zur Kapitulation der Wehrmacht war das Volk nationalsozialistisch. Auch in der DDR haben \”die Wähler\” fleissig gemeckert. Dennoch waren die Kommunisten bis zum Herbst 1989 störungsfrei an der Macht. Oppositionelle waren eine kleine, verfolgte Minderheit, ohne jeden Einfluss auf das Alltagsleben. Und das bis wenige Wochen vor dem totalen Zusammenbruch! Deshalb sagen wir:

Kay Diesner ist unser Kamerad, Angela Merkel unser Feind!

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Germanquatsch

19. Juni 2011 in Archiv

Stark gekürzter Auszug aus der Webseite (http://www.dw-world.de/dw/article/0,,6527359,00.html?maca=de-widget_de_themen-1629-rdf) der Deutschen Welle:

“Johanna Kusch fordert Unternehmensverantwortung. Mehr Nord-Süd-Gerechtigkeit ist das Ziel von Germanwatch. Mehr Unternehmensverantwortung will das Netzwerk CorA. Was will die neue, gemeinsame Kampagne erreichen? Fragen an Johanna Kusch.

DW-WORLD.DE: Frau Kusch, sie arbeiten für Germanwatch und engagieren sich auch im Netzwerk CorA – beide koordinieren und unterstützen eine Kampagne unter dem Titel “Rechte für Menschen – Regeln für Unternehmen”. Um was geht es dabei ?

Johanna Kusch: Es geht um die Rechte der betroffenen Menschen und dafür braucht es Regeln von Unternehmen, weil derzeit Unternehmen, wenn sie weltweit tätig sind, nicht nur Gutes tun, sondern auch Menschenrechte verletzten (…)

DW-WORLD.DE: Das heißt, ich kann als Verbraucher nicht erkennen ob das, was ich kaufe, unter Verletzung von Menschenrechten hergestellt worden ist. Aber ist denn die Gewährleistung der Menschenrechte durch die Globalisierung stärker in Gefahr?

Johanna Kusch: Ja, das glaube ich (…)

Interview: Ulrike Mast-Kirsching

Redaktion: Wim Abbink”

Auszug Ende!
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Unregierbar: Herr Müller und Herr Meier (Die Linke und das Kapital)

15. Juni 2011 in Archiv

Herr Müller war schon immer reich, deshalb hat er auch studiert. BWL und so. Als er vor 10 Jahren sein Vermögen an der Börse genug vergrössert hatte, hat er eine Firma gekauft. Ein mittelständisches Unternehmen mit 500 Beschäftigten. Das hatte in den letzten Jahren fast immer Gewinn gemacht, aber im Schnitt nur 2 Prozent. Total unspektakulär, deshalb gab es das auch relativ günstig. Sowas geht natürlich besser. Mit Wirtschaftsberatern, Marktforschern, Subventionsbeauftragten und weltweiter Expansion. Deshalb wird auch eine Fabrik in Osteuropa für 100 Arbeiter gebaut. Dummerweise kosten die ganzen Experten und die \”Investition in die Zukunft\” eine Menge Geld. Darum steht in der Bilanz auch ein fettes Minus. Und wenn die Firma Verluste macht, haben die Arbeiter natürlich Verständnis, das sie länger arbeiten müssen und etwas weniger verdienen. Dafür wird auch niemand entlassen. Politik und Medien feiern Herrn Müller dafür, das er auch in diesen wirtschaftlich schweren Zeiten das Unternehmen ohne Kündigungen sicher durch die Krise führt. Doch nachdem die neue Produktionsstätte in Osteuropa ihre Arbeit voll aufgenommen hat, stellt man überrascht fest, das es nicht genug Arbeit für 600 Beschäftigte gibt. Da die Löhne in Deutschland höher sind, werden hier auch die Leute entlassen. 100 Arbeiter werden nicht mehr gebraucht. Deshalb sagt Herr Müller: \”Leider müssen wir uns von 200 Mitarbeitern trennen\”. Schliesslich gibt es ja noch die Gewerkschaften. Die kämpfen für die Arbeiter! Mit Trillerpfeifen, radikalen Reden und sogar Warnstreiks. Erfolgreich, denn nach den wütenden Protesten können die Gewerkschaften folgenden Kompromiss verkünden: \”Es werden nur 100 Arbeiter entlassen\”. Toll. Jetzt bringt die Firma jährlich 20 Prozent Rendite. Politik und Medien feiern Herrn Müller als genialen Manager. Auch vor Ort ist er total beliebt, als grösster Arbeitgeber der Region. Darüber hinaus spendet er gern mal paartausend Euro (ein Bruchteil seiner Zinseinnahmen) an den Kindergarten, das Krankenhaus oder so. Hauptsache die Politiker kommen zum Händeschütteln vorbei und die Presse berichtet darüber.

Herr Müller hat aber auch Kritiker. Beispielsweise die SPD. Natürlich nur wenn die in der Opposition ist. Dann fordern die Vermögenssteuern, höhere Löhne, besseren Kündigungsschutz, genug Ausbildungsplätze und noch viel mehr. Wieder an der Macht gibt es Hartz IV, Rente mit 67, Unternehmenssteuersenkung und anderes. Selbstverständlich nur ganz widerwillig und zähneknirschend. Gegen die Zwänge der Globalisierung ist man halt machtlos. Verständnis und warme Worte findet die SPD aber immer, schliesslich ist sie ja eine Arbeiterpartei. Genauso wie Die Linke.

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Michael Winkler: Wir verdammten Nazis!

15. Juni 2011 in Archiv

Michael Winkler

Fühlen Sie sich von der Überschrift angesprochen? Nein? Oder doch? Vielleicht hätte ich ja “Saupreißn” schreiben sollen, das paßt genausogut. Womöglich haben Sie ja schon die Geschichte von dem kleinen Mittelmietrachinger Jungen gehört, der weinend auf der Straße stand und auf die Frage, was er dann habe, geantwortet hat: “Mei Vota hat mi herg’haut, der Saupreiß, der dreckate!” So wie jeder, auch ein Urbayer in der 100. Generation, ein Saupreiß sein kann, so kann eben jeder ein Nazi sein. Das Schimpfwort paßt und es ist wohlfeil, ganz einfach.

Faschist hätte ich ebenfalls wählen können. Trittin ist ein Grün-Faschist, Roth eine Türkei-Faschistin, Schäuble ein Finanz-Faschist, Seehofer ein Beliebigkeits-Faschist und Merkel eine Tunix-Faschistin. Es paßt immer, oder? Ach so, ja. Mussolini hat sich selbst als Faschist bezeichnet und das Ganze so definiert: Faschismus ist das Bündnis aus Politik und Großindustrie. Da wir in Merkeldeutschland ein festes Bündnis aus Politik und Großbanken haben, leben wir also ganz offiziell in einem faschistischen Staat. Genau so hat Mussolini das definiert, nur der Pomp ist heute ein anderer. Hitlers neue Reichskanzlei war ein sehenswerter Prachtbau, Kohls neues Kanzleramt ist dagegen eine mißratene Waschmaschine. Aber über Geschmack läßt sich bekanntlich streiten.

Der Faschismus ist überall und weil keiner so recht weiß, was dieser Faschismus überhaupt ist, wurde daraus eine Wortkeule. Wer nicht für “uns” ist, ist eben ein Faschist. Oder ein Saupreiß, und sei es ein hinterindischer. Wenn wir Faschismus als autoritären Staat auffassen, der in alles hineinregiert, nun, dann haben wir heute überall Faschismus. Es gab einmal ein Betriebssystem namens MS-DOS, das paßte auf eine einzige 360k-Diskette und es war sogar noch Platz übrig. Dieses Betriebssystem steckt irgendwo noch immer in Ihrem Windows-Rechner, auch wenn dieses Windows heute tausendmal so groß geworden ist.

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Nachträgliches zu Pfingsten – Ein Stück deutsche Kultur

15. Juni 2011 in Archiv

Ein Dank an Carlos Schneider für die Zusendung.

Ein Stück deutsche Kultur, die es um jeden Preis zu erhalten gilt. Pfingsten – hierzu fand ich ein uraltes Gedicht, welches ich euch nicht vorenthalten möchte. Ich hoffe, dass das Hamburger Platt, zumindest sinngemäß, auch im Süden verstanden wird.

Mit patriotischem Gruß
Carlos

De Pingsttour
Vom Hamburger Volkssänger Hein Köllisch (1857 – 1901)

To Pingsten, ach wie scheun,
wenn de Natur so greun,
wenn all’ns no buten geiht,
dat is ’ne woahre Freid.
Besonners för de Görn,
de hüert man resonnern:
„Wüer Pingsten doch ierst blos,
denn geiht dat los!“

Kummt nu Pingstobend ran,
denn geiht dat Leben an.
De Mudder seept de Görn
von achtern un von vörn,
sünd wuschen nun und kämmt,
krigt an ’n reines Hemd,
denn geiht dat mit Gejuch
’rin in de Puch.
De Vadder deiht för’n annern Morgen
sick mit Proviant versorgen:
Eier, Bodder, Wurst un Schinken,
ook Verschied’nerlei to drinken.
Doarmit keen Minsch de Tied voslöppt,
treckt he sick noch’n Wekker up,
un annern Morgen gegen soss
schippert los de Tross.

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Frank Krämer: „Vielleicht fehlt Ihnen das Feingefühl für unseren Wortwitz“

8. Juni 2011 in Archiv

Vorbemerkung: Diese Befragung sollte ursprünglich im Saitensprung-Magazin veröffentlicht werden. Dieses wird vom Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung, Hochschule für Musik und Theater Hannover herausgegeben. Die Ausgabe 3, die unter dem Motto „Musik und Politik“ läuft, sollte schon April/Mai 2011 erscheinen. Ob die Ausgabe nun erschienen ist, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Mein Gesprächspartner sagte mir vor einigen Wochen zu, mir zwei Ausgaben zukommen zu lassen, sobald das Heft gedruckt ist (angeblich befand es sich gerade im Druck). Meine Anfrage beim Institut bezgl. des Erscheinens des Heftes wurde ignoriert. Nichtsdestotrotz nehme ich mir das Recht heraus, diese Befragung nun selbst zu veröffentlichen. Es handelt sich jedoch nicht um die offizielle Version, die im Saitensprung erscheinen soll/erschienen ist, sondern um die mehr oder weniger ungekürzte Version. Der Inhalt ist rechtsanwaltlich geprüft. Und nun viel Spaß beim Lesen!

1) Herr Krämer, Sie sind Musiker bei Stahlgewitter, die zu den bekanntesten Vertretern des Rechtsrocks gelten. Sie leiten einen Online-Versand, der sich Sonnenkreuz-Versand nennt, damit eine Assoziation zum Hakenkreuz, das ebenfalls eine Form des Sonnenkreuzes ist, allzu leicht macht und verkaufen dort unter anderem CDs von in rechten Kreisen einschlägig bekannten Bands. Darf man sie angesichts dieser Fakten guten Gewissens als Rechtsextremisten bezeichnen?
Die Begriffe „rechts“ und „links“ halte ich in der heutigen Zeit für überholt. Einst linke Domänen wie z.B. soziale Gerechtigkeit werden heute von nationalistischen Parteien viel glaubhafter vertreten. Begrenzte finanzielle Ressourcen können immer nur einer begrenzten Gruppe von Menschen zur Verfügung stehen. Somit ist es die Pflicht des Staates, sich erst um die Belange des eigenen Volkes zu kümmern anstatt goldene Berge für jedermann zu versprechen. Als Extremisten würde ich mich nicht bezeichnen, schwingt für mich bei dieser Bezeichnung eine gewisse Beschränktheit mit. Wohl aber als Radikalen im Sinne von „an die Wurzel gehend“. Heute wird ja nur versucht, die Symptome zu behandeln ohne die Ursachen der Probleme zu erkennen. Um mich irgendwo einordnen zu können, wenn es denn gar nicht ohne Schublade geht, würde ich mich als nationalen Gruppenegoisten bezeichnen. Den Begriff fand ich übrigens in der Schrift von Hans Domizlaff, einem NS-Gegner aus der Weimarer Republik, „Die Geburtsfehler der Demokratie als Herrschaftsform“. Das Sonnenkreuz habe ich gewählt, da es als Sonnensymbol seit tausenden von Jahren Verwendung findet und über den ganzen Erdball hinweg für positive Aspekte steht. Somit lebensbejahend und ganz nach meiner Lebensphilosophie. Die Tonträger in meinem Programm dürften jedoch ehrlich gesagt für „rechte“ Kreise weniger interessant sein. Es sei denn, Sie meinen eine Beliebtheit, wie sie z.B. Rammstein in nationalen Kreisen genießen.

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Michael Winkler: Greshams Gesetz

7. Juni 2011 in Archiv

Michael Winkler

Die nächste Ausgabe der 10-Euro-Gedenkmünzen soll silberfrei aus einer Kupfer-Nickel-Regierung geprägt werden. Danach haben Sie die Auswahl aus vier unterschiedlichen Nominalen, um zehn Euro zu bezahlen. Die “alten” Prägungen aus 925er Silber (Materialwert über 15 Euro), die letzte Prägung aus 625er Silber (Materialwert knapp unter zehn Euro), die avisierte Neuprägung (Materialwert einige Cent) und den ordinären Schein (Materialwert gleich Heizwert). Mit welchem Objekt würden Sie bezahlen und welche behalten? Die Antwort ist offensichtlich: mit dem Objekt, das den geringsten Eigenwert besitzt, dem Schein. Genau das besagt Greshams Gesetz, daß bei gleichem Nominal immer mit dem wertlosesten Objekt bezahlt wird, während die werthaltigen Objekte gehortet werden und aus dem Zahlungsverkehr verschwinden.

Wobei es bei den 10-Euro-Münzen ein weiteres Problem gibt: den Sammlerwert. Die 925er Münzen mit 16,65 Gramm Feinsilber wurden in zahlreichen Serien aufgelegt, sie sind also “gewöhnlich”. Bei den 625er Münzen mit 10,00 Gramm Feinsilber gab es nur eine einzige Serie, wer solche Münzen sammelt, wird sie nicht herausgeben wollen. Und bei der zukünftigen CuNi-Prägung besteht die glückliche Aussicht, daß sie, dank der Währungsreform, ebenfalls einzigartig bleibt. Auf dem Schwarzmarkt wird das jedoch keinen interessieren, da zählen Gramm und nicht Liebhaberei.

Eine solche Münzverschlechterung zeigte in früheren Zeiten an, daß ein Staat in Zahlungsschwierigkeiten geraten war. In der Antike haben Staaten zumeist nicht lange genug gehalten, um ihre Münzen zu verschlechtern, erst die Römer mußten zu diesem Mittel greifen. Die reinen Silberdenare der Zeit von Augustus sind abgewandert, bei den Germanen oder den Chinesen gelandet, oder eben in den Schatztruhen der reichen Bürger. Die weißgesottenen Münzen der späten Kaiserzeit liefen bis zuletzt um. Im Mittelalter wurden Münzverschlechterungen in Kriegszeiten üblich, Wipper und Kipper schnitten sich von guten Münzen ein paar Scheibchen ab und die Fürsten hatten ihre welterfahrenen Finanzhaie mit niedriger Hemmschwelle und ausgeprägten Erwerbsgenen, die eine solche Münzverschlechterung sehr professionell betrieben und dabei Vermögen auf Kosten der fürstlichen Untertanen anhäuften.

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Unregierbar: Wofür der Staat “Nazis” braucht

6. Juni 2011 in Archiv

Auch jeder der kein Nazi (Neudeutsch für jeden der seinem Land statt der internationalen Hochfinanz dient) ist, kann sich folgenden Spass machen. Egal ob unter Arbeitskollegen oder auf einer Geburtstagsfeier, wenn mal wieder beiläufig Sätze fallen wie \”Ist das nicht schlimm mit dem Hunger in Afrika?!\”, dann sagt \”Lasst das Pack doch verhungern. Sind doch nur Nigger.\”

Die vorhersehbaren Reaktionen sind: Entsetzen, Empörung, Betroffenheit, Rassismusvorwurf… Lasst die ruhig ein paar Minuten lang ihre Gutmenschenparolen aufsagen. Das hilft zwar keinem Hungernden, gibt den \”Betroffenen\” aber das gute Gefühl moralischer Überlegenheit. Und wenn sich alle so wunderbar aufgeregt haben, sagt ihnen \”Wie schön das das für euch so ein emotionales Thema ist. Hätte ich nicht gedacht. Wollt ich nur hören.\” Und dann erzählt ihnen von Kolonialmächten, die als die Unabhängigkeit gewaltsam nicht mehr zu verhindern war, Marionettenregime einsetzten, die sich nur mit Waffen und Geld ihrer ehemaligen Herren, gegen das eigene Volk, an der Macht halten konnten. Über die Wirkung von Zins und Zinseszins für die grosszügig an korrupte Herrscher gegebenen Kredite. Wo auf der Welt die Waffenfabriken stehen, wie diese Waffen nach Afrika kommen. Wer von den \”Bürgerkriegen\” dort wirklich profitiert. Über die Rolle von Weltbank und IWF. Die Verbrechen der CIA. Die kapitalistische Weltwirtschaftsordnung… Schon nach kurzer Zeit wird es heissen: \”Ja Ja. Schon gut, hab verstanden worum es dir mit dem provokanten Satz ging. Ist ja auch doch nicht wirklich wichtig. Lass uns lieber das Thema wechseln. Man kann ja eh nichts machen…\”

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Michael Winkler: Griechenland

2. Juni 2011 in Europa, Gesellschaft, Wirtschaft

Ist Griechenland nun bankrott oder nicht? Die Antwort lautet Ja, auf beide Fragen. Also, selbst nach den primitivsten Buchhaltungsregeln ist Griechenland pleite, total überschuldet und nicht mehr zu retten. Wer als Grieche an seinem Vermögen hängt, schützt es vor den einheimischen Banken, indem er es entweder bar nach Hause unter die Matratze holt, oder indem er es auf ausländischen Konten in Sicherheit bringt. Die modernen Griechen haben mit jenen altehrwürdigen Herrschaften nichts mehr zu tun, deren Namen wir in der Schule mit Ehrfurcht auszusprechen gelernt haben. Sokrates, Platon, Solon usw. hätten niemals auf Papier vertraut, sondern Gold und Silber gehortet. Andererseits darf das, was offensichtlich ist, nicht offenkundig werden, denn wenn Griechenland über den Rubikon geht, dann bekommt das ganze Euroland ein Problem. Ein Staatsbankrott in Athen bringt sehr viele Banken ins Straucheln.

Warum? Erinnern wir doch einmal an ein Parade-Gierchen, den zufällig dem jüdischen Glauben anhängenden Vorsitzenden der “Deutschen” Bank, Josef Ackermann: Der wollte auf das Eigenkapital seiner Bank 25% Rendite erzielen. Das zu erreichen erfordert keinerlei Kunstfertigkeit, sondern nur ausgeprägte Erwerbsgene. Ich lasse im Folgenden die Einheiten “Milliarden” oder “Billionen” einfach weg, damit die Summen überschaubar bleiben. Und, da man in der Bankenwelt so gerne Inglistanisch spricht, überschreibe ich diese Lektion mit “Banking made simple”:

Man gründe eine Bank mit 4 Euro Eigenkapital und sammele 96 Euro Fremdkapital ein, beispielsweise über das Sparbuch der Oma Tüttelbek. Jetzt hat man 100 Euro und zahlt dafür – großzügig – höchstens zwei Prozent Zinsen. Dieses Kapital verleiht man an Bedürftige und kassiert dafür mindestens sechs Prozent Zinsen. Aus dieser kleinen Zinsdifferenz bezahlt man die Manager-Gehälter, die noch höheren Erfolgsprämien, die Bankpaläste, die Dienstwagen und Dienstreisen der Manager, die Werbung, um weitere Kunden anzulocken, und ein paar Hobbys des Chefs, wie Sportvereine oder Formel 1. Am Ende bleibt ein mickriges Prozent als Gewinn übrig. Ein Prozent auf die kompletten 100 Euro, natürlich! Auf das Eigenkapital von 4 Euro sind das – wie von dem überragenden Finanzgenie angekündigt – satte 25 Prozent.

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Von Mythen und Legenden

28. Mai 2011 in Deutschland

Mögen Sie Spinat? Falls ja, mochten Sie ihn schon als Kind? Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht. Aber dann hatten Sie vielleicht eine Mutter die Ihnen den Spinat mit Hinweis auf „den hohen Eisengehalt“ schmackhaft machen wollte. Nicht etwa weil sie Sie hinter’s Licht führen wollte, sie glaubte es selbst. Seit rund 100 Jahren hält sich hartnäckig die Legende vom eisenhaltigen Spinat, entstanden damals durch einen Schreibfehler beim Auflisten der Analyse-Ergebnisse, seitdem von Generationen von Müttern weitergegeben.

Anders gesagt: Ein reiner Mythos. Wir kennen noch mehr solcher Mythen. Das Ungeheuer von Loch Ness. Den Schneemensch im Himalaya.

Eine dieser mythischen Geschichten begegnete uns erst jetzt, im Bremer Landtagswahlkampf. Auf den Wahlplakaten der Grünen konnten wir ihn bewundern: Den Springerstiefel mit den weißen Schnürsenkeln!

Mit dem aussagefähigen Text: „Wenn Du nicht wählst zählt deren Stimme!“ Lassen wir mal die Frage beiseite welche Stimme ein leeres Paar Schuhwerk hat. Wir denken uns jetzt einfach mal die Person die in den Stiefeln steckt dazu. Er ist es! Er, der Ausländerfeind der ganze Landstriche Deutschlands zu „No-Go-Areas für Ausländer“ gemacht hat. Zumindest erzählte man uns das vor der Fußball-WM 2006. Lokalisieren konnte diese Gegenden noch niemand, aber es gibt sie ganz bestimmt! So was denkt man sich ja nicht aus.

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Noch mehr Neger beim Einkaufen…

28. Mai 2011 in Archiv

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Internes: Kontaktformular

26. Mai 2011 in Archiv

Wie einige Leser bereits festgestellt und uns dankenswerterweise aufmerksam gemacht haben, hatten wir ein kleines Problem mit dem Kontaktformular. Alle Nachrichten der letzten Wochen an uns, die über das Kontaktformular versendet wurden, kamen bei uns nicht an. Wir haben nun ein neues Kontaktforumular, das sich über die Funktion “Feedback” am rechten Bildschirmrand bedienen läßt. Ansonsten steht Euch wie übliche auch unsere ePost-Adresse “schriftleitung (at) nonkonformist.net” zur Verfügung.

Der Nonkonformist

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Ursachen und Folgen der Kohlschen Europa-Besessenheit – Zur aktuellen Eurodiskussion

26. Mai 2011 in Archiv

Es gilt, die Ordnung der Dinge zu erkennen und sich selbst in Ordnung zu bringen.” Joseph Bernhart

Dadurch, daß ein Volk nicht mehr die Kraft oder den Willen hat, sich in der Sphäre des Politischen zu halten, verschwindet das Politische nicht aus der Welt. Es verschwindet nur ein schwaches Volk.” Carl Schmitt (in: Der Begriff des Politischen)

In der schicksalsträchtigen aktuellen Euro-Diskussion kommt nun doch noch, Gott sei Dank, die Maastricht-Europa-Besessenheit des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl, und lange genug hat es freilich gedauert, mehr und mehr auch auf den öffentlichkeitswirksamen Prüfstand. Sein närrischer Versuch, in der Europapolitik eine Quadratur des Kreises auf Kosten der Deutschen zu erreichen, wird mehr und mehr entlarvt. Übrig bleibt: Kohls Deutschlandpolitik und Europapolitik ist ein schier unglaubliches deutsches Verhängnis in der Nachkriegsrepublik (siehe Teil II unterhalb und meinen Beitrag Anmerkungen zur aktuellen Lage des Euros).

Die Tatsachen:
„DEUTSCHLAND MUSS ÜBER 21 MILLIARDEN IN BAR FÜR EU-RETTUNGSFONDS ZAHLEN
(Text:) Brüssel – Der neue Euro-Rettungsschirm (ESM) kann für Deutschland nicht teurer werden! Laut Entwurf des ESM-Vertrages muss Deutschland genau 190,0248 Mrd. Euro zu dem Fonds beisteuern – davon 21,717 Mrd. Euro als Bareinlage. Dieser Beitrag soll aber steigen können, wenn ein anderer Euro-Staat nichts oder zu wenig einzahlt oder der Fonds Verlust macht. Außerdem soll das Gesamtvolumen alle fünf Jahre überprüft werden. Bei einer Erhöhung müsste Deutschland von jedem zusätzlichen Fonds-Euro 27,1464 Cent zahlen – so viel wie kein anderes Land. Umstritten ist noch die Beteiligung privater Gläubiger. Sie soll laut Vertragsentwurf >von Fall zu Fall< geprüft werden. (hoe)“
(Quelle: „BILD“-Zeitung vom 19. 5. 2011.)

Wir wissen es, auch dies hat LETZTLICH alles mit einer Demokratieverfälschung zu tun, der Demokratur einer Mitte-Links-Parteienoligarchie, der skrupellosen Alleinherrschaft von nur zwei politischen Strömungen. Die Wertkonservativen, die Nationalkonservativen, die internalisiert demokratischen und seriösen Nationalpatrioten, die auch nach nationaler Selbstbewahrung und Selbstbehauptung verlangen, nach historischer Wahrheit, Klarheit und Gerechtigkeit, nach der Beibehaltung jahrhundertelang überkommener, sich bewährt habender und ewig gültiger Traditionen, Normen, Werten und (preußischen) Tugenden, nach einer nationalen Identität wie sie jedes andere Volk auf der Welt auch für sich beansprucht, überhaupt die ganze politische Opposition gegen die Mitte-Links-Parteienoligarchie in ihrer Demokraturausprägung, die politische Strömung des dritten Lagers wird außen vor gehalten. Aus dem politischen Prozeß der freien Meinungs- und Willensbildung, der die Demokratie, mehr noch als eine Verfassung primär konstituiert, ganz einfach ausgegrenzt. Unterdrückt bis zur strukturellen Gewalt (Stichwort J. Galtung) hin. Es gibt nur eine Mitte-Links-Herrschaftsideologie. Und dies schon seit Jahrzehnten. Der politische Output, die politischen Entscheidungen und Ergebnisse, sind seit Jahrzehnten diejenigen einer politischen Zweidrittelgesellschaft. Das Grundübel schlechthin, der Schlüssel zu allem. Aber eine funktionierende und brauchbare Demokratie verlangt unabdingbar die Übereinstimmung von Verfassungsrecht und Verfassungswirklichkeit, Verfassungstheorie und Verfassungspraxis. Wir haben eine grundsolide Verfassung, aber wir haben keine politische Freiheit. Der Wille des Volkes wurde in der Nachkriegsrepublik und in zentralen Schicksalsfragen eben nicht umgesetzt, nicht gehört. Nicht gehört und berücksichtigt bei der Zersetzung einer auch für uns Deutsche unabdingbar notwendigen nationalen Selbstbewahrung und Selbstbehauptung, nicht zur Zersetzung und Abschaffung eines liberalen und sozial verantwortbaren deutschen Nationalstaates (zu dem es letztlich keine brauchbare Alternative geben wird, auch nicht zur Grundorientierung an der Geschichte), nicht zum Totalverzicht – das schier unglaubliche politische Verbrechen an der Menschenwürde und den Menschenrechten der deutschen Heimatvertriebenen: und damit an der nationalen Identität der Deutschen, nicht zur Preisgabe der DM, nicht zur Faktizität der seit 35 Jahren herrschenden Massenarbeitslosigkeit, nicht zur fortschreitenden Verarmung in unserem Volk: wo die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden, etc. pp.... Aber die unabdingbaren Folgen wachsen und wachsen.

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Neben der Spur…

26. Mai 2011 in Archiv

…verlaufen selten Pfade. Tage, Wochen, Monate – gar Jahre? – vergehen und das Leben läuft ‘in der Spur’. Es geschieht nichts besonderes, zuweilen ist es etwas öde. Kaum was sticht wirklich hervor. Kaum was bietet echten Grund für Aufregung. Manchmal machen Nachbarn zuviel Krach oder Leute der Rasenpflege. Letztere mähen meist dann das Gras fast bis zu Wurzeln, wenn auf lange Sicht wohl kein Regen fällt und Sonne dörrt, wodurch einst hold grüne Flächen staubig hässlich steppengelb werden.

Alles nicht groß bemerkenswert, wenn auch teils sehr gedankenlos!

Um das örtliche Wetter für heute, morgen und kommende Tage ungefähr zu erfahren, werden Funk, Fernsehen, das Netz oder vielleicht noch Zeitung bemüht. Fern bedacht des widrigen Umstands, dass im Fall Hörfunk, Glotze und netzfähigem Rechner anmaßende Leute viel, sehr viel Geld über ‘Gebühren’ (Gerätesteuer!) einsacken. ‘Läute’, die ernstlich glauben, sie hätten einen echt erteilten ‘Auftrag’. Kaum wer wählte sie je wirklich, täte es auch nie. Trotzdem wird eingeschaltet und der Dinge geharrt.

Welche Möglichkeit gibt’s denn noch? Feuchten Finger in die Luft halten?

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Michael Winkler: Totenstarre

25. Mai 2011 in Archiv

Michael Winkler

Steigen wir nun bis 2020 aus? Oder bis 2022? Was spricht gegen 2037? Hat die “Ethik-Kommission” die Antwort? Oder die Kommission für Reaktorsicherheit? Jedenfalls hat sich die Bundeskanzlerin eindeutig entschieden, daß wir über Kernkraft in Deutschland reden müssen. Großartig, nicht wahr? Hier wird kraftvoll regiert, oder? Oder? Entschieden ist bis jetzt gar nichts, abgesehen von dem aus dem Ärmel geschüttelten Moratorium, ein paar Kraftwerke für drei Monate vom Netz zu nehmen.

Gibt es sonst noch ein Thema? Ja, Griechenland, Portugal, Irland – die Euro-Wackelkandidaten, die unendlich viel Geld benötigen, das dort einfach verdampft. Wissen Sie, was die Bundeskanzlerin zu diesem Thema gesagt hat? Nein? Nun, es waren zwei weltbewegende Dinge: Zum einen, daß Staaten, die eine gemeinsame Währung haben, sich keine unterschiedlichen Urlaubsregelungen leisten können. Zum anderen, daß “wir” mehr arbeiten sollen, um den in Not geratenen Staaten mehr zu helfen. Die Kanzlerin vertritt also ein entschiedenes “sowohl – als auch”.

Und weiter? Dann wird es schon etwas schwierig, Themen zu finden, mit denen sich Berlin befaßt. Manchmal fühle ich mich beim Verfassen des Tageskommentars wie ein Kamel, das in der Wüste verzweifelt nach einer Oase sucht. Guttenberg ist schließlich nicht wirklich Politik, sondern eine Straftat, die bei gewöhnlichen Menschen “Betrug” genannt wird. Und Strauss-Kahn ist nicht wirklich eine Straftat, auch wenn er das Zimmermädchen wirklich vergewaltigt haben mag, sondern Politik gegen den Euro. Aber es ist keine deutsche Politik.

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Roland Wuttke: Auf falschem Terrain

24. Mai 2011 in Archiv

Roland Wuttke

Die volkstreue NPD kann aus der Politikverdrossenheit kein Ka pital schlagen. Wahlen, Parteien wirtschaft und Parlamentarismus sind das Betätigungsfeld der „De mokraten“, die hier die Spielregeln bestimmen. In der neoliberalen Demokratie ist für eine echte Op position auf diesem Terrain nichts zu gewinnen. Das geistige Terrain hingegen liegt brach.

Seit Jahren dasselbe Spiel: Fasziniert vom Politikbetrieb der Demokraten blickt die NPD auf die Wahltermine. Sie gebärdet sich wie ein kleiner Junge im großen Casino. Endlich möchte man auch an den Roulette-Tisch und dort die großen Gewinne kassieren. Bisher waren es gerade mal ein paar kleine Gewinne am Automaten. Mit jedem Spiel wird die Sucht größer.

Nachdem die NPD in Sachsen-Anhalt (wie zuvor schon in Thüringen) knapp an der 5%-Hürde gescheitert ist, ist die Fra ge zu stellen, ob die einseitige Fokussie rung auf Wahlen noch einen Sinn ergibt. Da wird mit hohem Aufwand versucht, an allen Wahlen teilzunehmen. Sogar in so aussichtslosen Ländern wie Nor drhein-Westfalen und Baden-Württem berg wurde viel Zeit und Geld investiert. Die Ergebnisse sind bekannt: Nicht einmal die Hürde für die Wahlkampf­kostenrückerstattung wird genommen. Die Fehleinschätzung der eigenen Lage ist bei gewissen Funktionären schon dramatisch: Wer in den Medien einen ganz normalen Berufsstand sieht, bildet sich auch ein, vor der FDP zu liegen. Am Ende soll die Katastrophe in Japan an al lem schuld gewesen sein.

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JensN: Europa? Nein danke!

17. Mai 2011 in Archiv

Vielleicht hätte ich besser “EU” statt “Europa” schreiben sollen, denn Europa ist im Grunde genommen nur ein Subkontinent und Teil Eurasiens, bzw. nach allgemeiner Definition heute ein eigener Kontinent.

Darum soll es im nachfolgenden Artikel aber auch nicht gehen. Vielmehr ist mit “Europa” die Wahnidee gemeint, die uns von der Politik und den bundesdeutschen Medien als Quelle des Friedens, des Wohlstandes und der Sicherheit verkauft wird.
Das sich bei genauerer und objektiverer Betrachtung ein doch etwas anderes, umfangreicheres Bild ergibt, dürften die meisten Menschen, die sich etwas intensiver mit Politik befassen, schon geahnt haben.

Die Geschichte der EU ist sehr umfangreich was Verträge und Abkommen betrifft, deshalb umfasst mein Text nur die aus meiner Sicht wichtigsten Eckdaten. Aufgezeigt werden soll die eigendlich vernünftige Zusammenarbeit europäischer Länder in Wirtschaftsfragen von den frühen fünfziger Jahren, bis heute 2011, wo sich die EU zu einem totalitären, bürokratischen Machtapparat, gemäss der untergegangenen UDSSR entwickelt hat.

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Obama Ben Ladenschluss…

17. Mai 2011 in Archiv

…grummelt seit langen Tagen teils viel zu dringlich durch die Luft. Zuvor endete Osama Ben Laden mit ‘heldischem’ Kopfschuss als Fischfutter. In Deutschland bekundete ‘Das Merkel’ seine Freude darüber. Freudentänze dazu gab’s in den Straßen von NY und anderswo.

Ihnen von ganzem Herzen gegönnt! Immerhin war’s keine wirklich schlechte Nachricht, oder? Wer bedauert diesen semitischen ‘Schreckfürsten’ oder dessen finstere Gesellen?

Eilig bläht moralinsauer deutscher Blätterwald, sorgen sog. ‘Völkerrechtler’ und andere Bedenkenträger in Funk und Fernsehen: Darüber darf man sich nicht freuen! Völkerrecht wurde verletzt! Die Souveränität Pakistans wurde mit Füßen getreten! Oder: Durften die das?

Solches ist deren Geschäft und Geldquell! – Aber völlig neben der Wirklichkeit!

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