Posts mit Schlüsselwort ‘Afghanistan’

Reinhard Heuschneider: Offener Brief an Karl Theodor zu Guttenberg

Donnerstag, März 10th, 2011

Karl Theodor zu Guttenberg

Grüß Gott, Herr zu Guttenberg!

Am 26.2.2011 fand in meiner Kreisstadt Regen die Trauerfeier für die 3 in Afghanistan ums Leben gekommenen Bundeswehrsoldaten statt. Daß Sie, als oberster Dienstherr, sogar die Trauerfeier dazu mißbrauchten, den im Interesse der USA und Israel und zum Schaden Deutschlands geführten Kolonialkrieg mit quasi Jetzt-erst-recht! zu verteidigen, empfinde ich als unerträglich, ja zynisch. Doch kann es den, der sie und Ihre Freunde kennt, nicht erstaunen. Denn ginge es nach Ihnen, dann könnten nicht genug deutsche Soldaten nach Afghanistan geschickt werden, was noch  mehr Tote zur Folge hätte.

Zu Ihrer Erinnerung: WikiLeaks hatte Sie als Denunzianten „geoutet“.  Außenminister Westerwelle war gegen eine Truppenerhöhung der BRD-Söldner in Afghanistan gewesen, was ganz und gar nicht in die imperialistisch-amerikanische Kolonialpolitik paßte, und das meldeten Sie eifrig dem amerikanischen Botschafter Murphy; Murphy schrieb vertraulich nach Washington:

„Verteidigungsminister zu Guttenberg enthüllte in einem Treffen am 3. Februar mit Botschafter Murphy, dass der Koalitionspartner Außenminister Westerwelle – nicht die sozialdemokratische Opposition – das größte Hindernis für die von der Regierung angestrebte Erhöhung der deutschen Truppen in Afghanistan war.“

(mehr …)

GHTime Code(s): nc nc 

Post to Twitter

Sebastian Müller: Kampf gegen WikiLeaks – Wenn die Demokratie ihre eigenen Kinder frisst

Montag, November 8th, 2010

Im Grunde genommen war die Internetplattform Wikilieaks die Probe auf das Exempel für den Zustand der westlichen Medien, der Pressefreiheit und der westlichen Demokratien insgesamt. Und die staatliche Feindseligkeit als auch die mediale Skepsis, die dieser Enthüllungsorganisation entgegenwirken, malen ein düsteres Bild. Sicher ist, dass die Bereitschaft der Geheimdienste, dem Wikileaks-Gründer Julian Assange das Handwerk zu legen, auch drastische Methoden (bis zum Mord) nicht ausschließen werden. Scheinheilig und zynisch argumentiert die US-Regierung, dass die Enthüllungen Wikileaks zum Irak- und Afghanistankrieg die nationale Sicherheit bedrohen würden. In Wirklicheit aber ist einfach nur einmal mehr offensichtlich geworden, dass der normative Anspruch der westlichen Allianz, sich als rechtstaalicher Gralshüter der Menschenrechte zu wähnen, durch die Realität der Terrorbekämpfung, als auch durch die systematische Bekämpfung von Wikileaks Hohn gesprochen wird.

Die westlichen “Demokratien” haben nun neben dem internationalen Terrorismus einen zweiten, weitaus gefährlicheren Feind: die Wahrheit. Während unter dem Deckmantel der terroristischen Bedrohung – spätestens seit dem 11. September 2001 – immer mehr bürgerliche Freiheitsrechte durch repressive überwachungstaatliche Maßnahmen ersetzt werden, greift diese repressive Gewalt nun auch gegen ein wesentliches demokratisches Recht: das Recht auf Information. Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen (AEMR) sichert das Recht auf Information und freie Meinungsäußerung. Während die Organisation der Reporter ohne Grenzen immer wieder UN-Mitgliedstaaten anprangern, die dieses Recht tatsächlich oder angeblich unterdrücken, verliert sie den Blick auf die Zustände in den Mutterländern der Pressefreiheit. Überraschen kann dies indes nicht, haben sich die Reporter ohne Grenzen als ein vom CIA finanziell unterstütztes Propagandasprachrohr des Westens selbst diskreditiert. Mit mangelnder Information und Transparenz aber ist die Saat für einen inneren Fäulnisprozess der demokratischen Institutionen gelegt. (mehr …)

Post to Twitter

Wochenrückblick KW30

Montag, Juli 28th, 2008

Am Sonntag kam es zum alljährlichen Gelöbnis der Bundeswehr in Berlin. 500 Rekruten durften dabei unter den Augen von Bundeskanzlerin Angela Merkel ewige Treue auf das Grundgesetz FÜR die Bundesrepublik Deutschland schwören, das so oft überarbeitet wird, daß die Version auf die der Schwur geleistet wurde, bestimmt schon veraltet ist. Neben den Familienangehörigen der Rekruten waren auch 1.800 Polizisten anwesend um die Zeremonie vor den üblichen linken Gewalttätern zu schützen. Das Datum für diese Zeremonie ist übrigens mit Bedacht gewählt. Am 20. Juli 1944 versuchte Claus Schenk Graf von Stauffenberg den damaligen Reichskanzler Adolf Hitler mittels einer Bombe zu töten, verfehlte diesen jedoch und erwischte stattdessen ein paar andere Teilnehmer der Sitzung. Na, wenn das mal kein leuchtendes Beispiel für unsere Soldaten ist. Im Bundestag trifft es ohnehin immer den Richtigen, weswegen selbst ein mißglückter Anschlag da noch überaus erfolgreich sein könnte. (mehr …)

Post to Twitter

Leserbeitrag: Der Wolf im Schafspelz – Anmerkungen zum US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama

Sonntag, Juli 27th, 2008

Wer am vergangenen Donnerstag nach Berlin blickte, konnte sich nur wieder einmal verwundert, wenn nicht entsetzt, die Augen reiben. Nach offiziellen Angaben kamen rund 200.000 jubelnde Zuschauer an die Siegessäule, um den US-Präsidentschaftskandidaten der Demokratischen Partei, Barack Obama, zu sehen, und seiner Rede an die Deutschen und die Europäer zuzuhören. Schon lange ist es her, daß ein Politiker in Berlin einen solchen Menschenauflauf und eine derartige Begeisterung unter der Menge ausgelöst hat. Schließlich ist es schon eine Weile her, als die Menschen in Berlin das letzte mal zu, vom Staat erzwungenen, politischen Veranstaltungen kamen, um beispielweise den Parteibonzen, des mittlerweile untergegangenen, SED-Regimes zuzujubeln.
Dies ist auch der entscheidende Unterschied zur Situation in der vergangenen Woche. Die Menschen, die kamen, um Barack Obama zu sehen, kamen freiwillig und die Begeisterung war nicht erzwungen. Wer die Szenerie beobachtete, konnte den Eindruck gewinnen, dort wird ein bekannter Popstar gefeiert. Auch das darauf folgende Medienecho erweckte eher den Eindruck, daß dieser Mann tatsächlich eine Art “Polit-Messias”, zu dem er immer wieder von den Medien stilisiert wird, mindestens aber der bereits neugewählte Präsident der USA ist. Auch das deutsche Fernsehen brachte Live-Übertragungen dieser Polit-Veranstaltung, wie sonst nur zu besten Bundestagswahlkampfzeiten.

Aber was sind die Gründe dafür? Warum wird er von den Medien so gefeiert? Wer ist dieser Mann und was will er? Und vorallem, was haben wir Deutsche von ihm zu erwarten? (mehr …)

Post to Twitter

Afghane mit Ehre – Ahmad O.

Dienstag, Mai 20th, 2008
Ahmad O.

Vor wenigen Tagen berichteten wir, daß der 23-jährige Afghane Ahmed O. seine gerade 16 Jahre alte Schwester Morsal O. mit 20 Messerstichen tötete, weil diese sich nicht an das fanatisch-muslimische Ehrverständnis der Familie hielt (siehe auch: “Ehren”mord: 16-jährige Afghanin von Bruder ermordet). Eine Tat, die man in muslimischen Kulturen euphemistisch als Ehrenmord bezeichnet, weil die Familie glaubt, daß nur die Ermordung des Delinquenten die Familienehre wieder herstellen könne.

Während sich Morsal nur zu Schulden kommen ließ andere Ansichten zu haben als ihre Familie, machte Ahmad seiner Familie als Krimineller viel Ehre. Jedenfalls scheint die kriminelle Karriere von Ahmad für die Familie kein Problem gewesen zu sein.

So fiel Ahmad erstmals der Polizei im Jahre 2001 wegen Diebstahl auf. In der Folgezeit fiel Ahmad sechs mal wegen Körperverletzung auf. 2004 bedrohte er einen anderen Afghanen nach einem Bordellbesuch mit einer Gaspistole. Im November 2006 begann er mit Gewalt gegen seine Schwester, bedrohte sie mit einem Messer und schlug sie immer wieder zusammen. 2007 stach er im Rahmen einer Feier einem Gast zweimal in den Rücken, wurde in die Intensivtäterkartei aufgenommen und zu einem Jahr und fünf Monaten Haft verurteilt, die er aber erst Ende Mai antreten sollte. 2003 wurde Ahmad zum Paß-Deutschen, selbst nachdem er mehrmals straffällig wurde. Offenbar kein Problem für die Behörden und noch weniger ein Grund zur Abschiebung.

Post to Twitter

“Ehren”mord: 16-jährige Afghanin von Bruder ermordet

Freitag, Mai 16th, 2008
Morsal O.

Im Hamburger Stadtteil St. Georg wurde vergangene Nacht die 16-jährige Afghanin Morzal O. von ihrem eigenen Bruder auf bestialische Weise ermordet, weil sie sich von ihrer streng religiösen Familien abwandte. Der Bruder lauerte Morzal am Berliner Tor auf und stach insgesamt 20 mal auf sie ein. Ein von Zeugen herbeigerufener Notarzt versuchte das Mädchen wiederzubeleben, allerdings ohne Erfolg. Noch am Tatort erlag sie ihren Verletzungen. Ein Bekannter des Bruders meldete sich kurz nach der Tat bei der Polizei, die den Mörder am nächsten Tag festnahm. In einer ersten Vernehmung gestand der 23-Jährige die Tat. Die Polizei prüft indes, ob die Tat von der Familie geplant war, was einige Zeit in Anspruch nehmen dürfte, da es sich um eine typische afghanische Großfamilie handelt, die mit offenen Armen in Deutschland empfangen wurde. Wie lange noch wollen wir Völker importieren, die es als ehrenwert ansehen ein junges Mädchen mit 20 Messerstichen zu ermorden?

Post to Twitter

Entwicklungshilfe, Krieg, Ausländer – Ein Faß ohne Boden

Sonntag, April 6th, 2008

Ständig wird uns erzählt, wir müssten den Gürtel enger schnallen, da kein Geld mehr da sei. Die Steuern werden erhöht, Reallöhne und Renten sinken. Alleine in der Politik und in den Vorständen erhöht man sich jährlich die Diäten und wer ohnehin schon Millionen kassiert, der kann ruhig noch ein paar Hundertausend mehr verdienen, während einfache Angestellte entlassen werden. Wenn der Michel sich kein Brot mehr leisten kann, soll er halt Kuchen fressen, so zumindest hat es den Anschein. Nur die Frage, warum die Kassen trotz Steuermehreinnahmen auch weiterhin leer sind, möchte niemand so gerne beantworten. Warum auch, scheint es dem Deutschen doch schlichtweg egal zu sein, was passiert. Anders kann man sich diese allgemeine Lethargie nicht erklären.

Alleine an Entwicklungshilfe zahlte Deutschland 8,96 Milliarden Euro und liegt damit auf Rang zwei der Länder, die am meisten für die Entwicklung anderer Länder ausgeben. Daß hierzulande alles den Bach runtergeht stört da eher weniger, immerhin bekommt Merkel für solche Summen ab und an mal einen Handkuß von den Präsidenten, die sich mit den Geldern aus der Entwicklungshilfe Paläste bauen, während das Volk hungert. Dafür soll der Deutsche dann bitte schön an andere Einrichtungen spenden, da gibt es nämlich noch ein paar Funktionäre, die für ein sechsstelliges Jahresgehalt versprechen, daß die Spenden auch ganz sicher bei den Menschen ankommen. (mehr …)

Post to Twitter

Afghanistan: Deutsche Soldaten bei Anschlag verletzt – Holt unsere Söhne da raus

Donnerstag, März 27th, 2008
Foto: dpa

In der Nacht wurden drei deutsche Soldaten bei einem Sprengstoffangriff nahe der Stadt Kundus verletzt. Zwei von ihnen schwer, einer leicht, wie das Einsatzführungskommandos in Potsdam mitteilte. Die beiden Schwerverltzten werden im Laufe des Tages in Deutschland zur Behandlung eintreffen. Im Süden des Landes kam es zu einem Feuergefecht zwischen dänischen Soldaten und Taliban. Bei dem Gefecht wurde einer der dänischen Soldaten und ein weiterer schwer verletzt. Die Zahl der getöteten ausländischen Soldaten beläuft sich damit auf 33. Wieviele Europäer sollen noch für diesen imperialistischen Angriffskrieg der USA ihr Leben lassen? Wenn der radikale Islam bekämpft werden soll, dann bitte schön in unseren Heimatländern und nicht durch Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates. Genausowenig wie Türken oder Afghanen sich in deutsche Belange einzumischen haben, genausowenig haben wir uns in die Belange anderer Staaten einzumischen und noch viel weniger haben wir das Recht gegen diese Länder Krieg zu führen, besonders dann, wenn es nicht unseren eigenen Interessen, sondern den Interessen eines anderen Staates dient, der vor allem durch die Bombardierung von Hochzeitsgesellschaften und die Folterung von Gefangenen auffiel.

Post to Twitter

Der Besuch dieser Seite und aller Unterseiten ist allen Bürgern der Bundesrepublik Deutschland ausdrücklich verboten. Wir übernehmen keine Haftung für auf dieser Seite und allen Unterseiten veröffentlichten Beiträge und Kommentare. Sollten Sie diesen Bedingungen nicht zustimmen, verlassen Sie diese Seite umgehend.
AWSOM Powered