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Friedrich Ebert Stiftung ehrt Helden des Alltags

1. Juli 2010 in Deutschland

Vor etwa 65 Jahren gab es in Deutschland einen Richter mit dem Namen Roland Freisler, der sich vornehmlich mit politischen Prozessen beschäftigte. Insofern waren Freislers Urteil nicht unbedingt rechtlicher, sondern vornehmlich politischer Natur und er scheute sich auch nicht Angeklagte ohne Gürtel und Hosenträger antreten zu lassen, sodaß sie ihre Hosen festhalten mußten. Laut populärer Meinung heutzutage war Freisler auch deswegen und Unmensch und als Richter ungeeignet.

Auch heutzutage gibt es wieder einen Richter, der ähnlich wie Freisler die Angeklagten in Socken antreten läßt. Diese Richter heißt Andreas Müller und ist Jugendrichter in Brandenburg. Nun sollte man meinen, daß jeder geistig halbwegs gesunde Mensch für diesen Menschen die gleiche Verabscheuung empfinden würde wie für Freisler, nur ist eher das Gegenteil der Fall. Die SPD-nahe Friedrich Ebert Stiftung stellt Müller sogar als Vorbild und nachahmenswertes Beispiel im “K(r)ampf gegen Rechts” vor. Read the rest of this entry →

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Mannichl: Oberstaatsanwalt Walch redet Klartext

16. Dezember 2009 in Deutschland

shrek-gingy

Vor knapp einem Jahr will der ehemalige Passauer Polizeichef Alois Mannichl von einem “Neonazi” niedergestochen worden sein. Seinerzeit galt Mannichl noch als Held, weil er sich doch so mutig den “Rechten” entgegenstellte. Zur Aufklärung des Falls wurde eigens eine 50-köpfige Sonderkommission eingerichtet, doch der Neonazi mit der Schlangentätowierung konnte nicht aufgefunden werden. Stattdessen verdichteten sich die Gerüchte, daß Mannichls Verletzung sogar nur die Folge eines Familienstreits gewesen sein könnte.

Bisher schwiegen Mannichls Kollegen und auch der Oberstaatsanwalt zu dem Vorfall, doch hielt es Mannichl vor knapp einer Woche für nötig den Fall neu aufzurollen und dabei seinen Kollegen vorzuwerfen, schlampig ermittelt zu haben (wir berichteten). Genau diese Chutzpah von Alois Mannichl bewegte den leitenden Oberstaatsanwalt Helmut Walch nunmehr dazu, einige Dinge richtigzustellen: “Es ist der Zeitpunkt gekommen, sich zu wehren gegen den Vorwurf von Herrn Mannichl, die Ermittlungsbehörden hätten falsche Angaben gemacht und er sei deshalb in der Öffentlichkeit ins Zwielicht geraten. Es muss auch mal gesagt werden, dass sich Herr Mannichl bei seinen Vernehmungen nicht widerspruchsfrei verhalten hat.” Read the rest of this entry →

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“Lebt denn der alte Mannmichl noch” – Taz-Interview mit Passaus Lebkuchenmanni

7. Dezember 2009 in Deutschland

shrek-gingy

Am 13. Dezember 2008 will der Passauer Polizeichef Alois Mannichl von einem ominösen Neonazi mit Schlangen-Tattoo niedergestochen worden sein. Umgehend nach der Tat wurde eine 50-köpfige Sonderkommission errichtet, um den Schlangen-Nazi zu fangen, doch trotz einer Belohnung in Höhe von 20.000 Euro gab es weder Hinweise noch irgendeinen Ermittlungserfolg, was Bayerns Innenminister Herrmann natürlich nicht davon abhielt den Wunsch nach einem Ende der Parteienfinanzierung für die NPD zu prüfen. Zudem erarbeitete der Bayerische Landtag ein Präventionskonzept gegen Rechtsradikalismus. Interessant an dem Vorfall war, daß es sich bei der Tatwaffe um ein Lebkuchenmesser handelte, das von Mannmichls Ehefrau im Garten vergessen wurde. Da kann der Schlangen-Nazi ja von Glück reden, daß er vor der Tat erst in Mannmichls Garten spazieren ging (ohne Spuren zu hinterlassen) und dort eine Waffe fand. Auch der leitende Staatsanwalt und mehrere von Mannmichls Kollegen hegten deutliche Zweifel an der offiziellen Tatversion.

Für Mannmichl ist dies freilich kein Grund, von seiner Version abzuweichen. Auf Nachfrage der Taz was denn genau passiert sei, möchte Mannichl nichts sagen: “Das ist Teil der laufenden Ermittlungen. Dazu möchte ich nichts sagen.” und weil man als Polizeibeamter darüber nicht spricht, fährt Mannichl später im Interview fort: “Ich habe dem Täter in die Augen gesehen. Mit welchem Hass in seiner Stimme der mich angebrüllt hat: ‘Schöne Grüße vom nationalen Widerstand!’ Und wie er mit dem Messer auf mich losgegangen ist! Ich bin mir sicher, dass ein rechtsmotivierter Hintergrund besteht.” Read the rest of this entry →

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