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Der böse braune Terror – etwas zum Schmunzeln

Samstag, April 14th, 2012

Der Vorgang ist bereits etwas betagt, erreichte mich im November kurz vor meiner Abreise aus Deutschland und ich fand bislang keine Zeit, diese niedliche Anekdote weiterzugeben. Zum Ausklang des bösen, braunen Terrorjahres 2011 sei jedoch dieses wahrhaftig grausame Verbrechen am Bundesmichel der Allgemeinheit kundgetan.

Da sich Namen und Adressen im Weltnetz manchmal unerwünscht schnell verbreiten, hat mich der Verfasser des nachstehenden offenen Briefes gebeten, seine Anonymität im Weltnetz zu wahren. In seiner Heimatstadt in Schleswig-Holstein dürfte er nunmehr bekannt sein wie ein bunter (brauner?) Hund.

Es begab sich zu der Zeit, als das kleine Städtchen Glinde in Schleswig-Holstein in seinem bunten Schlummer von Multikulti träumte, daß – welch ein Skandal! – ein Thor-Steinar-Laden diese bezaubernde Idylle mit seiner Eröffnung empfindlichst störte. Man lese und staune.

Glinde, den 06.10.2011
Offener Brief an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt
Glinde in Schleswig-Holstein

Sehr geehrte Damen und Herren, Funktionärinnen und Funktionäre in den politischen Parteien, sehr geehrter Herr Bürgervorsteher, verehrte Mitgliederinnen und Mitglieder der Gewerbevereinigung Glinde, verehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der regionalen Presse,

ich möchte Ihnen als Initiatoren und Übermittler der Bürgerbewegung „Glinde ist bunt statt braun“ (Tenor im „Sonntagsmarkt“ der Kw 39) in Ihrem demokratischen „Kampf gegen Rechts“ nicht im Wege stehen, aber ich erbitte mir etwas mehr Respekt vor Ihren Mitbürgern und der Demokratie. Nachstehendes ist eine Lehrstunde in eben dieser ge-/erlebten bundesdeutschen Demokratie, die Schilderung sollte Sie zu einem demokratischen Umdenken in Ihrer von Vielen geschätzten Aktion bewegen.

Die örtlichen Druckmedien „Sonntagsmarkt“ und „Glinder Zeitung“ informierten über die Eröffnung eines „Thor Steiner“-Ladens am Glinder Berg, der offenkundig zu einer all-umfassenden Entrüstung in der Stadt Anlaß gibt. Meine Frau und ich waren sehr erstaunt, dass der Verkauf von Kleidung derart anstößig sein könnte. Der Begriff „Thor Steiner“ sagte uns überhaupt nichts, eine hiesige rechtsradikale Szene ist uns, von einigen wenigen Berichten in den unabhängigen Medien abgesehen, im Gegensatz zu einer linksradikalen Szene (siehe Rote Flora in Hamburg) fremd. (mehr …)

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