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Andere Länder, andere Sitten: Verbot von Miniröcken in Uganda?

19. September 2008 in Afrika

Im März dieses Jahres berichteten wir über eine Demonstration in Südafrika in der Frauen für ihr Recht demonstrierten, Miniröcke tragen zu dürfen ohne dafür vergewaltigt oder angegriffen zu werden (Südafrika: “Laßt unsere Miniröcke in Ruhe”). Während es hierzulande völlig normal ist, daß Frauen in Miniröcken nicht deswegen belästigt werden, gelten in anderen Ländern scheinbar andere Sitten. Ein Beobachter der Demonstration kommentierte dies wie folgt: “Wenn man ein unbedecktes Stück Fleich draußen hinlegt… und die Katzen kommen und essen es… wessen Schuld ist es, die der Katzen oder die des unbedeckten Fleisches?”

Südafrika scheint aber keinesfalls eine Ausnahme darzustellen. So berät das Parlament in Uganda eine Gesetzesänderung, die das Tragen von Miniröcken unter Strafe stellen würde. Ethik-Minister Nsaba Buturo verteidigt die Gesetzesnovelle damit, daß einen Minirock damit vergleichbar sei, nackt über die Straßen zu laufen. Wohlwissend, daß die männlichen Bewohner in Uganda offenbar so etwas wie eine Hemmschwelle oder gar gesunden Menschenverstand nicht kennt, führt Buturo weiter aus: “Was falsch an einem Minirock ist? Man kann damit Unfälle auslösen, weil einige Bewohner unseres Landes geistig noch nicht gefestigt sind.”

Schon Anfang des Jahres verbat die Makele-Universität das Tragen von Miniröcken. Nicht nur weil sich die männlichen Studenten nicht mehr konzentrieren konnten, sondern auch wegen eines Übermaßes an Vergewaltigungen. Andere Länder andere Sitten, also sorgen wir dafür, daß sich diese Sitten nicht bei uns breit machen.

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Wahlen in Zimbabwe

29. März 2008 in Afrika

Heute stehen in Zimbabwe Wahlen an, wie es sich für eine Demokratie gehört. Das Ergebnis steht allerdings schon vorher fest, wie dies auch in vielen anderen Demokratien der Fall ist, in Zimbabwe ist man darob allerdings etwas offensichtlicher. Schon im Wahlkampf kündigte Mugabe an, daß die Wahlen eine “Zeitverschwendung” seien, weil er “niemals” abtreten und einen politischen Wechsel zulassen werde. Einen solchen Wechsel bräuchte das Land aber dringend, das als Kornkammer Afrikas galt, bis Mugabe sich entschied die weißen Farmer zu enteignen und zu ermorden. Unfähig selber das Land zu bestellen und die Wirtschaft am Laufen zu halten, begann der Abstieg dieses einstigen Vorzeigelandes. Die Kriminalität ist indes kaum noch meßbar und die Inflation überschreitet die Marke 100.000 Prozent. Genau da könnte für die Wahlen allerdings ein Knackpunkt liegen, da sich auch immer mehr ehemalige Anhänge von Mugabe offen gegen ihn aussprechen, was Mugabe dazu veranlaßte einige Sicherheitsmaßnahmen einzuleiten. Read the rest of this entry →

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